Gynäkomastie – was ist das?

Gynäkomastie

In Deutschland leiden ca. 10 Millionen Männer unter einer Gynäkomastie (Männerbrust), doch nur die Wenigsten wissen was der eigentliche Grund dafür ist. Der folgende Artikel liefert alle wichtigen Informationen zum Thema Gynäkomastie und zeigt auf, wie diese auf natürliche Weise und ohne OP bekämpft werden kann.

Gynäkomastie: Was ist das?

Gynäkomastie bedeutet “Verweiblichung der männlichen Brust” und macht sich bemerkbar durch eine Fetteinlagerung in der Brust (Pseudogynäkomastie) oder durch eine Vergrößerung der Brustdrüse (echte Gynäkomastie). Oftmals liegt eine Mischform vor, wodurch das Problem noch belastender wird.

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Während die Pseudogynäkomastie auf einen zu hohen Körperfettanteil zurückzuführen ist, resultiert die „echte“ Gynäkomastie hauptsächlich aus einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Da es sich in beiden Fällen um ein gutartiges Wachstum der Brust(drüse) handelt, wird eine Gynäkomastie nicht als eigenständige Krankheit betrachtet. Für eine erfolgreiche Bekämpfung ist es daher zwingend notwendig, sich mit den Ursachen einer Gynäkomastie auseinander zu setzen.

Gynäkomastie: Symptome

Das Brustwachstum ist wohl das auffälligste Symptom einer Gynäkomastie. Durch die Vergrößerung der Brustdrüse, welche sich hinter der Brustwarze befindet, wird der Ansatz einer weiblich aussehenden Brust erkennbar. Dieser Effekt wird beim Tragen von engerer Kleidung noch deutlicher. Die Ausprägung kann hierbei ein- oder beidseitig sein und ist selten mit Schmerzen verbunden. Gelegentlich wird jedoch über eine erhöhte Sensibilität im Brustbereich berichtet. Eine „echte“ Gynäkomastie kann auch bei normalgewichtigen Männern vorkommen, wohingegen eine Pseudogynäkomastie (Lipomastie) größtenteils bei Männern mit Übergewicht vorhanden ist.

Psychische Belastung durch eine Gynäkomastie

Gynäkomastie, Männerbrust, MännerbusenUnabhängig davon welche Form vorliegt, haben viele Betroffene täglich mit einer hohen psychischen Belastung zu kämpfen. Sei es in der Umkleidekabine, im Schwimmbad oder in trauter Zweisamkeit mit der Partnerin. Der Gedanke, dass die Männerbrust auffallen könnte ist allgegenwärtig und verfolgt einen Tag für Tag.

Erschwerend kommt hinzu, dass man mit niemanden über das Thema „Männerbrust“ reden kann oder will, da es zum einen viel zu unangenehm ist und zum anderen von Außenstehenden nicht als „wirkliches Problem“ wahrgenommen wird.

Die Tatsache, dass niemand nachempfinden kann, welche psychische Belastung mit einer Männerbrust einhergeht, führt schnell zur Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Auch wenn man versucht das Problem zu ignorieren und einfach sein Leben leben möchte, wird man doch immer wieder an diesen Umstand erinnert.

Gynäkomastie: Ursachen und Auslöser

Die häufigste Ursache für das Brustwachstum beim Mann sind endokrinologische Störungen, also Störungen im Hormonhaushalt. Neben dem männlichen Hormon Testosteron hat jeder Mann auch einen gewissen Anteil des weiblichen Hormons Östrogen in seinem Körper.

Das Brustdrüsengewebe reagiert sehr sensibel auf Schwankungen im Hormonhaushalt, sodass es bei einem Anstieg des Östrogenspiegels zu einem vermehrten Brustwachstum kommen kann.

Wodurch werden Schwankungen im Hormonhaushalt ausgelöst?

Auslöser für hormonelle Schwankungen bzw. eine Veränderung des Testosteron/Östrogen-Verhältnisses können in drei Bereiche unterteilt werden.

Natürliche Auslöser

Pubertätsgynäkomastie:Gynäkomastie, Männerbrust, Männerbusen

Aufgrund der hormonellen Veränderungen während der Pubertät leiden knapp 50 Prozent aller männlichen Jugendlichen an einer Gynäkomastie. Die Pubertätsgynäkomastie bildet sich jedoch in der Regel bis zum 20. Lebensjahr wieder zurück.

 

 Altersgynäkomastie:

Gynäkomastie, Männerbrust, MännerbusenEtwa ab dem 40. Lebensjahr nimmt der Anteil an Testosteron, im Körper eines Mannes, kontinuierlich ab. Durch den Mangel an Testosteron wird die Fetteinlagerung begünstigt, was wiederum einen Anstieg des Östrogenspiegels nach sich ziehen kann. Beide Faktoren haben einen großen Einfluss auf das Wachstum einer Männerbrust.

Krankhafte Auslöser

Chronische Erkrankungen:

Eine entscheidende Rolle bei den krankheitsbedingten Auslösern einer Gynäkomastie spielt die Leber. Die Leber ist für den Abbau der Hormone (insbesondere Östrogen) verantwortlich und trägt zu einem ausgeglichenen Hormonhaushalt bei. Eine Lebererkrankung kann somit zu einem Überschuss an Östrogenen führen und eine Gynäkomastie begünstigen. Weitere Informationen zur Leber und wie diese im Kampf gegen eine Gynäkomastie behilflich sein kann, findest du hier. Neben einer Schilddrüsenüberfunktion kann eine beschädigte Niere ebenfalls für das Brustwachstum verantwortlich sein, da die fehlende Filterfunktion den Hormonhaushalt negativ beeinflussen kann. Diese krankhaften (pathologischen) Ursachen können durch eine Untersuchung beim Facharzt festgestellt werden.

Erblich bedingte Gynäkomastie:

Probleme bei der Produktion und Verarbeitung von Hormonen können ebenfalls erblich bedingt sein. Fehlende Abschnitte der Erbsubstanz DNA oder der Umstand, dass das weibliche X-Chromosom doppelt vorliegt, können eine Gynäkomastie auslösen. Eine Rücksprache im Familien- und Verwandtenkreis kann hier Klarheit schaffen.

Auslöser aufgrund des Lebensstils

Medikamente und Drogen:

Viele von außen zugeführte Substanzen wirken sich direkt auf das Hormonsystem aus. Bei den Medikamenten handelt es sich vor allem um Antibiotika, Antidepressiva sowie Herzmedikamente. Vor allem für die erst genannten Mittel sollten natürliche Alternativen in Erwägung gezogen werden.

Starker Drogen- sowie Alkoholkonsum kann ebenfalls als Auslöser für eine Gynäkomastie verantwortlich gemacht werden. Neben Marihuana und Heroin geht es hierbei vor allem auch um anabole Steroide, welche die körpereigene Testosteronproduktion negativ beeinflussen und somit das Brustwachstum begünstigen.

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Starkes Übergewicht:

Ein zu hoher Körperfettanteil kann den Testosteronspiegel um bis zu 40 Prozent reduzieren. Je höher der Körperfettanteil, desto geringer der Testosteronwert und desto höher die Aromatase-Aktivität. Aromatase ist ein Enzym, welches Testosteron in Östrogen umwandelt und hauptsächlich in den Fettzellen vorhanden ist. Somit wird bei steigendem Körperfettanteil auch vermehrt Testosteron in Östrogen umgewandelt, was wiederum zu einer Gynäkomastie führen kann.

Gynäkomastie, Männerbrust, MännerbusenEndokrine Disruptoren:

Bei den von außen zugeführten Substanzen, die eine direkte Wirkung auf das Hormonsystem haben, handelt es sich nicht ausschließlich um Medikamente oder Drogen. Tagtäglich kommen wir mit sogenannten endokrinen Disruptoren in Berührung, ohne es überhaupt zu merken.

Diese hormonellen Störfaktoren treten sowohl in natürlicher (Phytoöstrogene) als auch in chemischer bzw. künstlicher Form (Xenoöstrogene) in Erscheinung und entfalten eine östrogenartige Wirkung, sobald wir mit diesen Stoffen in Berührung kommen. Über 1.300 Studien liefern bereits Beweise für einen Zusammenhang zwischen hormonstörenden Chemikalien und einer Feminisierung (u.a. Brustwachstum) des Mannes.

Phyto- und Xenoöstrogene kommen u.a. in folgenden Substanzen vor:

  • Sojabohnen
  • Leinsamen
  • Hopfen
  • Fleisch aus Massentierhaltung
  • Leitungswasser
  • BPA (enthalten in Kunststoffen und Lebensmittelbehälter)
  • Phthalate (als Weichmacher in Plastikflaschen)
  • Parabene (enthalten in Kosmetikprodukten)
  • Pestizide (im Obst und Gemüse)
  • Perfluoroctansäure (Anti-haft Pfannen)
  • uvm.

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All diese Störfaktoren führen nach und nach zu einer Verweiblichung des Körpers und letztendlich auch zu den ungeliebten Männerbrüsten.

Die voranschreitende Feminisierung der “Männerwelt” ist somit keine zufällige Entwicklung, sondern beruht auf den hormonellen Störfaktoren, welchen wir Tag für Tag ausgesetzt sind. Diese Erkenntnis wird zusätzlich von der kürzlich veröffentlichten Studie zur Senkung der Spermienzahl untermauert. Wie hier nachzulesen ist, konnte ein Spermienschwund von bis zu 60% innerhalb der letzten 40 Jahre verzeichnet werden.

Gynäkomastie: Behandlung

Grundsätzlich sollte jede Form der Gynäkomastie von einem Arzt untersucht werden. Mit Hilfe einer Blutanalyse, einer Ultraschalluntersuchung der Hoden sowie einer Mammographie können krankhafte (pathologische) Ursachen ausgeschlossen werden.

Eine weitere Untersuchung ist bei Jungen unter 15 Jahren ebenfalls nicht notwendig, da eine Pubertätsgynäkomastie in den meisten Fällen von alleine wieder verschwindet.

Sofern keine pathologische Ursache vorliegt und die betroffene Person über 20 Jahre alt ist, können weitere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Neben einer Behandlung mit hormonverändernden Medikamenten (z.B. Tamoxifen), wird die Gynäkomastie OP oftmals als einzige Alternative gesehen, sodass eine Überweisung zum plastischen Chirurgen nicht lange auf sich warten lässt.

Gynäkomastie OP vs. natürliche Hormonoptimierung

Hierbei geht es weniger um eine Entscheidung zwischen beiden Optionen, sondern eher um die Tatsache, dass eine Gynäkomastie OP lediglich die Symptome bekämpft, jedoch nicht die hormonellen Ursachen.

Anhand der hohen Rückfallquote bzw. Anzahl an postoperativen Korrekturen lässt sich schließen, dass weder Ärzte noch Chirurgen diesen Umstand ausführlich erläutern.

Aus diesem Grund sollten vor einer möglichen OP alle Auslöser, die aufgrund des momentanen Lebensstils eine Gynäkomastie begünstigen, identifiziert und eliminiert werden. Nur so kann die Östrogendominanz dauerhaft bekämpft und das Risiko eines erneuten Brustwachstums minimiert bzw. ausgeschlossen werden.

In meinem Blog findest du übrigens alles wissenswerte zum Thema Gynäkomastie wegtrainieren. Das richtige Training in Kombination mit einer natürlichen Hormonoptimierung macht in vielen Fällen eine Gynäkomastie OP überflüssig!

Wie kann ich meinen Östrogenspiegel auf natürliche Weise reduzieren?

Der Einfluss, den wir täglich auf unsere Hormone nehmen können, wird oftmals unterschätzt. Körperliche Fitness, Lebensmittelauswahl, Haushaltsgegenstände, sogar die Körperhaltung spielt hierbei eine Rolle. Die Maßnahmen zur natürlichen Hormonoptimierung können in folgende Kategorien eingeteilt werden:

  • Reduzierung der Aromatase-Aktivität
  • Erhöhung des Testosteronspiegels
  • Vermeidung von Phyto- und Xenoöstrogenen

Für jede einzelne Kategorie gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung, die ich dir in einem kostenlosen Beratungsgespräch gerne näher erläutern kann.

Melde dich hierzu einfach über diesen link an und erfahre wie du noch heute deinen Männerbusen in eine flache Brust verwandeln kannst und dich endlich wieder selbstbewusst oben ohne zeigen kannst!

Bis gleich…

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